Asozialarbeiterklasse

10 April, 2008

Denk an die Umwelt – fahr mit dem Bus

Einsortiert unter: Mobilitätsgarantie — Tags:, , — asozialarbeiter @ 10:35

Offenbar habe ich es geschafft: der Masterplan für 2008 tritt in Phase 2 ein, die Beschaffung eines Kraftfahrzeuges für die geplante Europatour rückt in greifbare Nähe.

Gestern war Ortstermin beim Verkäufer. Zustand des Lustobjektes: 3, sag ich mal. Also hier und da Kantenrost, ein sportliches Loch im Fußraum, Lack nicht so der Knaller, aber alles machbar.

Gleichsam, das allerschärfste und damit ausschlaggebend für die Kaufentscheidung:

  • unzählige USA-Flaggen
  • Aufkleber mit Pferde-, Hunde- und Vogelmotiven
  • Interieur auf Plastikoptik optimiert

Dass die Karre der gewünschte Volkswagen T3ist und eine komplette WoMo-AUsstattung, Reimo-Hochdach, Transportkiste (Heck) und Vorzelt, 8-fache Bereifung und eine Elastizitätsverbesserung durch einen nachträglich implantierten Turbodieselmotor mitbringt war ein nettes Schmankerl, können aber den Charme eines stilsicheren Designs nicht im Ansatz überbieten.

(Fotos folgen asap.)

Jetzt bleibt nur zu hoffen, dass der nette Herr L. zügig einen Ersatz für sein Mobil findet und mein zukünftiges fix abmeldet.

5 April, 2008

Kalauer

Einsortiert unter: Hergehört! — asozialarbeiter @ 16:21

Ich hab eben gerade Nilzenburgers wirklich echt empfehlenswertes Internetzradio getestet und kann nur sagen: wirklich echt empfehlenswert.

Es lief „Eagle-Eye Cherry“ mit „Save Tonight“, hatte ich schon lange nicht mehr gehört… und dann unter der Dusche erinnerte ich mich an meinen Witz, den ich früher immer gern gerissen hab und den damals schon alle scheisse fanden. Hier isser und dann bin ich auch schon wieder ganz schnell weg:

Igel-Ei Cherry!

Geil, oder?

4 April, 2008

Kurzes schmunzeln

Einsortiert unter: Sachen — Tags: — asozialarbeiter @ 17:35

Eben in den Untiefen des Internetz gesehen,die Quelle längst weggeklickt, aber dann doch für wertvoll erachtet:

sucker.gif

Der Lolli mit Hähnchengeschmack.

Quelle: irgendwo im Netz.

3 April, 2008

Was geht ab?

Einsortiert unter: Ghettolyrics — asozialarbeiter @ 9:39

Ein unerwartet sonniger Februarmorgen im Ghetto. Ich rauche aus Solidarität nicht bei Madame, möchte trotzdem ungern auf mein Nuttenfrühstück verzichten, also raus an die frische Luft.

Ich nippe vom Instantkaffee, inhaliere die feine Selbstgedrehte und passe so garnicht ins Bild, als ich an einem Laternenpfahl vorbeischlendere, an dem meine Augen kurz haften bleiben.

Offenbar hat jemand trotz ALG2-Perspektive und Versetzungsgefahr noch Zeit und Muße, sich um das Befinden seiner Mitmenschen zu Sorgen, lese ich. Scheinbar war es kein Englisch-Muttersprachler , aber die message kommt an.

.februar-006.jpg

Naja, die Zigarette hat sich ohnehin in Luft aufgelöst und ich setze zum Rückweg an, vom Nikotin etwas weggepresst, aber lächelnd, denn: da draussen ist jemand, dem mein Wohlergehen am Herzen liegt.

2 April, 2008

Happy Birthday…

Einsortiert unter: Sachen — asozialarbeiter @ 19:45

… ihr lieben, brennenden Kaufhäuser in Frankfurt am Main.

Heute vor vierzig Jahren deponierten Andreas Baader, Gudrun Ensslin, Horst Söhnlein und Thorwald Proll benzingefüllte Plastikflaschen mit Zeitzündern in zwei Kaufhäusern an der Zeil in Ffm, welche kurz vor Mitternacht zündeten. Die Aktion ging als „Kaufhaus-Brandstiftung“ in die Geschichte ein. Das Konzept der „Gewalt gegen Sachen“ war die radikale Antwort (unter vielen anderen) auf die Hinrichtung Erschießung von Benno Ohnesorg am 2. Juni ’67 in Berlin.

Ulrike Meinhof (Journalistin) zitierte Fritz Teufel (langhaariger Hippie und Mitbegründer der „Kommune 1″) zum nun folgenden Gerichtsverfahren gegen die Brandstifter so:

„Es ist immer noch besser, ein Warenhaus anzuzünden, als ein Warenhaus zu betreiben.“

Hier kann man sich ein .mp3-File saugen, dass vom Westdeutschen Rundfunk produziert wurde und ein paar weiterführende Informationen enthält.

Selbstredend möchte ich hiermit NIEMANDEN animieren, ein Kaufhaus zu betreiben! Schreibt euch das hinter die Ohren!

1 April, 2008

Robotik 2008

Einsortiert unter: Sachen — asozialarbeiter @ 16:05

Was „Boston Dynamics“ nur mit Hilfe von DARPA-Geldern schafft, (nämlich einen Grossen Hund (Big Dog) zu bauen, den mittlerweile so ziemlich jeder schon verlinkt haben dürfte, daher via), das löst man andernorts so:


(Link)

31 März, 2008

Auf die Ohren²

Einsortiert unter: Hergehört! — asozialarbeiter @ 18:24

Auf vielfachen Wunsch Nach einstimmigem (hoho) Beschluss, ein weiterer Hinweis auf empfehlenswerte Musik:

hhl_t_5001.gif
(Link)

Sind HAMMERHAI eine Ska-Band ohne Bläser,
dafür mit deutschsprachigen Texten und fetter Gitarre?

Oder handelt es sich hier um hart rockenden Orgel-Punk mit 60ies Touch
und einer ausgeprägten Vorliebe für Reggae und Dub?

Sind HAMMERHAI Hannovers Antwort auf die Bosstones,
oder doch eher der Konter auf Ideal und NDW?

Alles richtig und doch falsch!

Laut myspace-Seite machen Hammerhai „hammerhaiskapunkbeathiphop“, ich halte das für durchaus zutreffend. Allerdings machen sie auch gerade Babypause (dazu noch ein nachträgliches masel tov! an Susii, den Nachwuchs und den Herrn Papa).

Bis sie, hoffentlich so schnell wie möglich, wieder auf irgendeiner Bühne stehen, kann man entweder Tonträger hier käuflich erwerben, oder sich aber zumindest HIER ordentlich Appetit holen!

Schweinsgeil und bei jedem hören besser finde ich „Der Tanzbär Leonid“.

„Der Tanzbär Leonid, marschiert in seinem Käfig.
Die anderen Tiere lesen Nietzsche! Nietzsche! „

In diesem Sinne, viel Spass beim hören.

27 März, 2008

Auf die Ohren

Einsortiert unter: Hergehört! — asozialarbeiter @ 11:49

Morgen Abend, Kulturzentrum Schlachthof, Kassel:

Russkaja
(Link)

Wer sie nicht kennt hat:

  1. Was verpasst.
  2. Hier die Möglichkeit, mal reinzuhören.
  3. Oder eben Hier, via myspace.com.

Russisch/englischsprachiger SKA aus Österreich, geht ab wie die Katze der Familie Schmidt. Wird hoffentlich nicht allzu teuer, denn das brandneue Album „Kasatchok Superstar“ würde ich schon gerne mitnehmen.

Russkaja sind weiterhin die Band, die wo bei der österreichischen Late-Night-Show „Willkommen Österreich“ für Sound sorgt. Folgen dieser (empfehlenswerten) Sendung kann man sich wiederum hier anschauen.

Die Metzger in meinem Leben

Einsortiert unter: Sachen — Tags:, , , — asozialarbeiter @ 10:36

Metzger, sie sind für mich Inbegriff des Unschönen. Sie sind blutverschmiert, brutal, ihnen Fallen Sachen aus dem Gesicht in die Wurstmasse und wenn sie am Wochenende am privaten PKW den turnusmässigen Ölwechsel durchgeführt haben und Montag morgens zur Arbeit erscheinen, mit Ölresten unter den Fingernägeln, dann pflügen sie mit Freuden unbehandschuht durch die gekutterte Masse, auf dass die Finger rein werden. Weiterhin neigen sie zur Brutalität.

Wie beispielsweise Bruno. Bruno ist ein ehemaliger Arbeitskollege von mir und gelernter Schlachter. Vermutlich war Bruno deprimiert, dass ihm die Frau weggelaufen war, oder dass er nicht mehr täglich töten konnte, sondern Feuerschutzschränke herstellen musste. Whatever, Bruno mochte mich nicht und liess mich das täglich spüren. Mir wars egal, war ja nur Bruno, trotzdem gab er sich redlich Mühe, mich immer wieder aufs Neue zu ärgern, sogar Kloppe hat er mir einmal angedroht. Aber war ja nur Bruno.

Der nächste Metzger war Oswald. Welch peinliche Figur. Bei Oswald ist so Einiges schief gelaufen, er wäre sooo gerne Bürgermeister in Bad Schussenried geworden, hat es sogar zweimal versucht und verkackt. Und das hat weh getan. Aber so dachte sich Oswald in bester never-fuck-a-fucker-Manier: „ich kann auch anders!“ und verkaufte den Rest seiner kümmerlichen Seele an den Teufel versuchte sich als Marionette der Industrie Botschafter der „Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft“, INSM. Eigentlich eher untypisch für ein Mitglied der Grünen, mag man denken – und weil Ossi nur konsequent ist, machte er dann auch mal was richtig und verliess die Grünen… nur um vorgestern seinen Mitgliedsantrag für die CDU bei deren Geschäftsstelle abzugeben. Spricht für sich selbst, denke ich.

Und dann gab es ja noch Dagmar, die Frau, die über so ein ausgeprägtes Gewissen verfügt, dass sie die greifbar nahe Möglichkeit für einen Politikwechsel in Hessen einfach mal so zerschlägt. Ja klar, Abgeordnete sind ersteinmal nur ihrem Gewissen gegenüber verpflichtet, aber irgendwie auch gewählte Volksvertreter. Das Volk wollte Roland nicht mehr, es gab die Möglichkeit, ihn abzusägen… Nunja.

Hallo Frau M, ihr „Gewissen“ hat mich sportliche 500 Schleifen für Studiengebühren gekostet. Könnten sie bitte nach Afrika gehen und Kinder retten, oder die Olympischen Spiele boykottieren? Ich mein’ ja nur, wegen Gewissen und so. Danke!

Mit etwas Anstrengung liesse sich bestimmt noch der eine oder andere KZ-Aufseher Metzger oder so finden, aber von denen hab ich fürs Erste genug.

Nachtragend um 11:21 Uhr:

Eben fiel mir noch Jens, der Sohn des ortsansässigen Metzgers ein, mit dem ich noch vor Kindergartenzeiten immer gern gespielt habe und der dann, als junger Erwachsener, überzeugter Neonazi wurde. Wobei, es ist ja nicht so, dass die Gute Seite einen verloren hätte… aber es passt irgendwie ins Konzept.

26 März, 2008

Gestalten mit Leichen(-teilen)

Einsortiert unter: Sachen — Tags:, , — asozialarbeiter @ 17:17

Eigentlich wollte ich ja etwas über Metzger bloggen. Wikipedia hat mir aber gesagt, dass die eigentlich Fleischer heissen. Aha. Und die haben eine tolle Internetzseite, diese Schlachter Fleischer. Da stehen auch richtig interessante Sachen drauf, unter der Rubrik „Berufe > Talente gesucht“ (und wer fragt, warum ich mir das durchlese kriegt gescheuert) kann man sogar eine DVD bestellen, auf der fünf Nachwuchsfleischhackerfleischer einem sagen, warum das Fleischerhandwerk der poppigste Beruf auf Gottes grüner Erde ist.

Hey – 20 Euronen sollte uns das wirklich wert sein (ok und nochmal 19% Märchensteuer, weil ist ja kein Essen).

Ein weiteres und euch sicherlich überzeugendes Argument ist folgender Ausschnitt aus der DVD:

In dieser Sequenz beschreibt eine kreative Jungfleischerin, was sie zur Wahl des Berufes bewogen hat. Sie legt vor allen Dingen Wert auf die gestalterischen Möglichkeiten, die ihr im Fleischerhandwerk offen stehen.“

Schweinsgeil, hier der Link zum Video.

Kreative Jungfleischerin. Wer mich so nennt, kriegt auch gescheuert.

Nachtragend um 17:30 Uhr:

(via Titanic)

Lang lebe das Fleischerhandwerk!

Ich habe die Wurstmechaniker in der Tat unterschätzt bezüglich ihrer Kreativität. Die Geschenksideen (sic!) der Fleischerei Pahl in 2603 Felixdorf sind wirklich einmalig (hoffentlich).

Ganz toll ist beispielsweise die Wurstkatze:wurstkatze.jpg

Auch zu empfehlen, aber NSFW: „Pahl’s Puppe (für Herren)“. Erinnert mich an eine Sendung von Domian, in der es um einen Typen ging, der sich seine Gefährtinnen aus Hackfleisch… lassen wir das.

Guten Appetit!

Ältere Artikel »

Theme: Silver is the New Black. Bloggen Sie auf WordPress.com.

Follow

Get every new post delivered to your Inbox.