Offenbar habe ich es geschafft: der Masterplan für 2008 tritt in Phase 2 ein, die Beschaffung eines Kraftfahrzeuges für die geplante Europatour rückt in greifbare Nähe.
Gestern war Ortstermin beim Verkäufer. Zustand des Lustobjektes: 3, sag ich mal. Also hier und da Kantenrost, ein sportliches Loch im Fußraum, Lack nicht so der Knaller, aber alles machbar.
Gleichsam, das allerschärfste und damit ausschlaggebend für die Kaufentscheidung:
unzählige USA-Flaggen
Aufkleber mit Pferde-, Hunde- und Vogelmotiven
Interieur auf Plastikoptik optimiert
Dass die Karre der gewünschte Volkswagen T3ist und eine komplette WoMo-AUsstattung, Reimo-Hochdach, Transportkiste (Heck) und Vorzelt, 8-fache Bereifung und eine Elastizitätsverbesserung durch einen nachträglich implantierten Turbodieselmotor mitbringt war ein nettes Schmankerl, können aber den Charme eines stilsicheren Designs nicht im Ansatz überbieten.
(Fotos folgen asap.)
Jetzt bleibt nur zu hoffen, dass der nette Herr L. zügig einen Ersatz für sein Mobil findet und mein zukünftiges fix abmeldet.
Ich hab eben gerade Nilzenburgers wirklich echt empfehlenswertes Internetzradio getestet und kann nur sagen: wirklich echt empfehlenswert.
Es lief „Eagle-Eye Cherry“ mit „Save Tonight“, hatte ich schon lange nicht mehr gehört… und dann unter der Dusche erinnerte ich mich an meinen Witz, den ich früher immer gern gerissen hab und den damals schon alle scheisse fanden. Hier isser und dann bin ich auch schon wieder ganz schnell weg:
Ein unerwartet sonniger Februarmorgen im Ghetto. Ich rauche aus Solidarität nicht bei Madame, möchte trotzdem ungern auf mein Nuttenfrühstück verzichten, also raus an die frische Luft.
Ich nippe vom Instantkaffee, inhaliere die feine Selbstgedrehte und passe so garnicht ins Bild, als ich an einem Laternenpfahl vorbeischlendere, an dem meine Augen kurz haften bleiben.
Offenbar hat jemand trotz ALG2-Perspektive und Versetzungsgefahr noch Zeit und Muße, sich um das Befinden seiner Mitmenschen zu Sorgen, lese ich. Scheinbar war es kein Englisch-Muttersprachler , aber die message kommt an.
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Naja, die Zigarette hat sich ohnehin in Luft aufgelöst und ich setze zum Rückweg an, vom Nikotin etwas weggepresst, aber lächelnd, denn: da draussen ist jemand, dem mein Wohlergehen am Herzen liegt.
… ihr lieben, brennenden Kaufhäuser in Frankfurt am Main.
Heute vor vierzig Jahren deponierten Andreas Baader, Gudrun Ensslin, Horst Söhnlein und Thorwald Proll benzingefüllte Plastikflaschen mit Zeitzündern in zwei Kaufhäusern an der Zeil in Ffm, welche kurz vor Mitternacht zündeten. Die Aktion ging als „Kaufhaus-Brandstiftung“ in die Geschichte ein. Das Konzept der „Gewalt gegen Sachen“ war die radikale Antwort (unter vielen anderen) auf die Hinrichtung Erschießung von Benno Ohnesorg am 2. Juni ‘67 in Berlin.
Ulrike Meinhof (Journalistin) zitierte Fritz Teufel (langhaariger Hippie und Mitbegründer der „Kommune 1″) zum nun folgenden Gerichtsverfahren gegen die Brandstifter so:
„Es ist immer noch besser, ein Warenhaus anzuzünden, als ein Warenhaus zu betreiben.“
Hier kann man sich ein .mp3-File saugen, dass vom Westdeutschen Rundfunk produziert wurde und ein paar weiterführende Informationen enthält.
Selbstredend möchte ich hiermit NIEMANDEN animieren, ein Kaufhaus zu betreiben! Schreibt euch das hinter die Ohren!
Was „Boston Dynamics“ nur mit Hilfe von DARPA-Geldern schafft, (nämlich einen Grossen Hund (Big Dog) zu bauen, den mittlerweile so ziemlich jeder schon verlinkt haben dürfte, daher via), das löst man andernorts so: